Fangen wir mit der ehrlichen Einordnung an: Für die lokale Auffindbarkeit sind soziale Medien der schwächste der sechs Bausteine. Fünf Prozent Gewicht in der Google-Karte, sechs in der Suche, zehn in der KI-Suche.
Wer wenig Zeit hat, bringt zuerst Website, Google-Profil und Verzeichnisse in Ordnung.
Und trotzdem: Bei acht von zehn geprüften Betrieben stand dieser Baustein auf null Punkten, weil überhaupt kein Profil auffindbar war. Ein Baustein, der mit einer Stunde vollständig zu erledigen wäre.
Was tatsächlich zählt
Nicht die Zahl der Beiträge. Nicht die Reichweite. Nur zwei Dinge:
- Gibt es ein Profil?
- Sendet es dasselbe Signal wie Ihre Website?
Für die zweite Frage gehören vier Angaben in jedes Profil:
- der Firmenname in der Schreibweise des Impressums
- die vollständige Anschrift
- die Leistung mit Ort in der Beschreibung
- ein Link auf die Website
Das ist alles. Wer nur diese vier Angaben pflegt und danach nie wieder etwas postet, hat den Baustein weitgehend abgehakt.
Vier Netzwerke, mehr nicht
Facebook – für lokale Betriebe nach wie vor das wichtigste. Die Altersgruppe, die Handwerker beauftragt, ist dort.
Instagram – für alles Sichtbare: Maler, Fliesenleger, Gärtner, Praxen mit Vorher-Nachher-Bildern. Wer nichts zu zeigen hat, braucht es nicht.
TikTok – für Betriebe mit Nachwuchssorgen. Wer Auszubildende sucht, erreicht sie dort und sonst kaum noch irgendwo.
YouTube – für erklärungsbedürftige Leistungen.
Alles andere ist für lokale Sichtbarkeit vernachlässigbar.
Das leere Profil schadet
Eine Facebook-Seite, deren letzter Beitrag von 2019 stammt, schadet – nicht bei Google, sondern bei dem Menschen, der sie aufruft. Er sieht ein Unternehmen, das offenbar aufgehört hat.
Entweder pflegen oder abschalten. Ein Profil, das nur Grunddaten enthält und ohne Datumsangabe auskommt, altert nicht. Eine Chronik voller alter Beiträge schon.
Ein Warnzeichen aus der Praxis
Bei einer Prüfung stand im Website-Feld des Google-Profils die Facebook-Adresse statt der eigenen Website. Damit lief jeder Besucher aus der Google-Suche zu Facebook – und die eigene Website, in der Google-Suche der schwerste Baustein, bekam nichts ab.
Verlinken Sie zu den Profilen, nicht von der Hauptadresse weg.
Eine Stunde.
Facebook-Seite anlegen, Grunddaten aus der Impressum-Datei einsetzen, Beschreibungstext mit Leistung und Ort, von der Website aus im Fußbereich verlinken. Danach ist der Baustein erledigt.
Was der Baustein wirklich wiegt
Fünf Prozent in der Google-Karte, sechs in der Suche, zehn in der KI-Suche. Das ist wenig, und man sollte es nicht schönreden: Wer begrenzte Zeit hat, bringt zuerst Website, Google-Profil und Verzeichnisse in Ordnung.
Aber „wenig“ heißt hier etwas anderes als sonst. Bei den meisten Bausteinen bedeutet ein niedriger Anteil, dass sich Arbeit kaum lohnt. Hier bedeutet er, dass sich der Baustein vollständig abhaken lässt – in etwa einer Stunde, ein einziges Mal.
Und er steht bei acht von zehn geprüften Betrieben auf null. Von null auf vollständig in einer Stunde ist ein Verhältnis, das sonst kein Baustein bietet.
Der Unterschied zwischen Profil und Auftritt
Zwei Dinge werden regelmäßig verwechselt:
| Profil mit Grunddaten | aktiver Auftritt | |
|---|---|---|
| Aufwand | einmalig 1 Stunde | mehrere Stunden im Monat |
| Wirkung auf die Auffindbarkeit | fast der ganze Effekt | kaum messbar mehr |
| Wirkung auf den Eindruck | gering | hoch, wenn gut gemacht |
| Wirkung bei Nachwuchssuche | gering | hoch |
| lohnt sich für | jeden Betrieb | Betriebe mit Bildern und Zeit |
Für die Sichtbarkeit zählt fast ausschließlich die erste Spalte. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine Marketing-Entscheidung – legitim, aber eine andere Frage.
Die Stunde im Einzelnen
- Facebook-Unternehmensseite anlegen oder beanspruchen. Firmenname, Anschrift, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Kategorie eintragen – alles aus Ihrer Impressum-Datei kopiert, nicht getippt. Dreißig Minuten.
- Beschreibungstext schreiben: Leistung, Ort, ein Satz zum Betrieb, drei bis fünf konkrete Angebote. Zehn Minuten.
- Instagram, falls Sie etwas zu zeigen haben. Dieselben Grunddaten, derselbe Text, ein aktuelles Bild. Zehn Minuten.
- Website-Link setzen in jedem Profil. Zwei Minuten.
- Von der Website aus zurückverlinken, im Fußbereich. Fünf Minuten.
Danach ist der Baustein erledigt. Ein Profil, das nur Grunddaten enthält und keine datierten Beiträge, altert nicht.
Was auf dem Profil stehen sollte, wenn Sie nicht posten
Der häufigste Einwand lautet: Ich habe keine Zeit, ständig etwas zu veröffentlichen. Das müssen Sie auch nicht. Für den Baustein soziale Medien zählt zuerst, dass es das Profil gibt und dass darauf dieselben Angaben stehen wie überall sonst.
Ein Profil, das nie wieder etwas veröffentlicht, aber vollständig ausgefüllt ist, erfüllt seinen Zweck: Es bestätigt Ihre Daten ein weiteres Mal, es verlinkt auf Ihre Website, und es ist ein Ergebnis mehr, wenn jemand Ihren Namen sucht.
Vollständig heißt konkret: Firmenname genau wie im Impressum, Adresse in derselben Schreibweise, Telefonnummer im selben Format, Website-Adresse mit https und ohne Umleitung. Dazu ein Profilbild, das Ihr Logo zeigt, und eine Beschreibung, in der Leistung und Ort im ersten Satz vorkommen. Öffnungszeiten, wo das Netzwerk sie anbietet.
Was Sie sich sparen können: Titelbilder, die alle drei Monate wechseln müssen. Beiträge, die niemand liest. Ein zweites Profil desselben Betriebs, weil das erste Passwort verloren ging – das schadet sogar, weil es eine weitere Quelle mit womöglich abweichenden Daten schafft.
Rechnen Sie mit fünfzehn bis dreißig Minuten je Netzwerk. Danach steht der Baustein, und Sie müssen ihn nur noch anfassen, wenn sich Ihre Daten ändern.
Wie dieser Handgriff ins Gesamtbild passt
Soziale Medien sind der kleinste der sechs Bausteine – fünf Prozent in der Google-Karte, sechs in der Suche, zehn in der KI-Suche. Der Unterschied hat denselben Grund wie überall: Profile sind offen lesbarer Text mit Ortsangabe, und genau das können KI-Systeme auswerten.
Bei keinem anderen Baustein steht Aufwand und vollständige Erledigung in einem so günstigen Verhältnis. Eine Stunde, einmal – danach ist der Punkt abgehakt und altert nicht, solange keine datierten Beiträge hinzukommen.